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18.3) Dialyse A.. die 2.

Zuerst war ich wieder in A….
Schließlich war da mein Nephrologe und ich kannte ja auch keine andere Dialyse.

Irgendwie war es dort genau so, wie vor 13 Jahren. Als ob die Zeit stehen geblieben wäre. Beinahe ging ich auf meinen alten Platz zu. Und tatsächlich war mein neues Bett im damaligen Zimmer.

Und wieder kam etwas, auf das ich verzichten konnte.
Die Migräne!
13 Jahre war sie weg. Nur nach einer Dialyse war sie wieder da.
Und wieder sagte man mir, dass es damit nichts zu tun hat.

Ich hatte starke Schmerzen an der Spenderniere.
Man sagte mir, dass es diese Art Schmerzen nicht gibt.

Dazu klappte das Stechen sehr oft nicht und so einige vom Pflegepersonal brachten mich zur Verzweiflung.
Kurz gesagt, ich fühlte mich dort extrem unwohl und nicht ernst genommen.

Ich weiß noch, dass ich mit J… und meinen Eltern in ihrem ›Garten‹ saß und ich mein Leid klagte.
Sie fragten, warum ich das Dialysezentrum nicht wechsle.
Ich sagte, das in Deutschland zwar freie Arztwahl galt, aber, dass das nicht so einfach wäre. Ich wusste nicht, wie die Fahrten von der Krankenkasse geregelt wurden. Zur nächsten Dialyse wurde Hin- und Rückweg mit einem Taxi übernommen.
Aber was, wenn der Weg weiter war?

Alle waren sich einig:
Kein Problem, das geht schon.
»Schließlich sind wir eine Familie«, meinte mein Vater.
Also – gesagt, getan.

Erst mal recherchieren, wo das nächste gute Zentrum
war, was sich schwierig gestaltete. Wie sollte man wissen, wo es gut ist?
Zum Glück war der Mann meiner Bekannten in Dialyse B… und von dort begeistert. Also meldete ich mich in der Praxis zu einem Gespräch.

Ich hatte ein bisschen Bammel vor dem Termin. Was würde auf mich zukommen?
Ich kannte ja nur A… und die Ärzte dort.
Zum Glück kam J… mit.